​Am 4. Spieltag der laufenden Hinrunde begegnen die Dornen der F2-Junioren den FC-Parsdorf in ihrem zweiten Auswärtsspiel. Wie oft bei so einem früheren Anpfiff (9:30) der Fall ist, wirken die Spieler zunächst etwas verschlafen und unabgestimmt, so dass die Gegner ihre erste Offensive in Gange setzen können, zumindest für die ersten zwei Minuten. Nach dieser konfusen Anfangsphase gelingt es der Abwehr eine schöne Spielkombination aus der linken Seite in Gang zu setzen, aus der ein Fernschuss entsteht, der im Tor des FC Parsdorf versenkt wird. Dass aus der ersten Offensivaktion in der dritten Minute das erste Tor daraus resultiert, kommt sowohl bei den Trainern als auch bei den Zuschauern überraschend und motiviert die Dornen dermaßen,so dass in der folgenden Minute schon das zweite Tor, diesmal aus der rechten Seite, fällt. Die Flügel fühlen sich nun sicherer und führen ihre Passspiele immer präziser aus, auch wenn die Ballannahme auf Grund des nassen Rasens nicht immer perfekt gelingt. In der fünften Minute wiederholt sich über die linke Seite die schöne Kombination zwischen Abwehr, Mittelfeld und linken Flügel, so dass das dritte Tor für die Dornen nicht mehr auf sich warten lässt. Nun schafft es der FC Parsdorf kaum noch aus seiner eigenen Hälfte herauszukommen, und die wenige Versuche werden von der wachsamen Abwehr des SVD prompt gestoppt. Inzwischen werden einige Spielpositionen geändert und Auswechselspieler eingewechselt, so dass das Spiel neu abgestimmt werden muss. Nun findet das Spiel hauptsächlich auf der rechten Seite statt, worauf immer wieder neue Torchancen für die Stürmer entstehen, bis das vierte Tor für die Dornen aus der kurzen Distanz in der neunten Minuten fällt. Die Spieler des SVD sind nicht mehr zu stoppen und werden immer torhungriger. Es wird um jeden Ball gekämpft, nichts wird dem Zufall überlassen. Der FC Parsdorf ist fast die ganze Zeit komplett in seine eigenen Hälfte gedrängt und versucht soweit es geht, die unbezähmbaren Dornen einzudämmen. Bis in der dreizehnten Minute aus einem strammen Schuss von einem extremen rechten Winkel ein traumhaftes Tor entsteht, wie es sonst bei den Erwachsenen zu bestaunen ist. Das bleibt auch das Ergebnis bis zur Pause.

In der zweiten Halbzeit werden die Dornen durchgemischt und die Aufstellung komplett auf dem Kopf gestellt: Die Abwehrspieler vorne und die bisherigen Stürmer dürfen nun das eigene Tor bewachen. Die Kinder lassen sich dadurch nicht beeindrucken, und nach nur zwei Minuten fällt durch einen Schuss aus dem Elferrand das sechste Tor. Die Pässe und die Kombinationen sind zwar nicht mehr so eingespielt wie bei der ersten Halbzeit, dennoch ist der Spaß am Spielen und am Druck machen kein bisschen geringer als vorher. Die Folge  ist eine fantastisch präzise Flanke von der rechten Seite in der achtundzwanzigsten Minute und ein direkter Schuss ins gegnerischen Tor von dem sehr gut positionierten Stürmer aus der Kurzdistanz. Nun lässt die Aufmerksamkeit der Dornen etwas nach, die langsam größere Freiräume in ihrer eigenen Hälfe aufmachen. Eine Minute später gelingt es nämlich dem FC Parsdorf einen perfekten Konter durchzuführen, der mit dem ersten gut verdienten Tor für die Gastgeber abgeschlossen wird. Die Kinder des SVD sind aber heute so gut inspiriert, dass sie sich vom Gegentor kaum beeinflussen lassen. Kurz danach kommt nämlich eine Serie von vier weiteren Tore in vier Minuten zu Stande, die so gut wie keine Hoffnung mehr für die Gastgeber zulässt. Bevor das Spiel aber abgepfiffen wird, gelingt es dem FC Parsdorf ein weiteres Tor zur erzielen, was aber an dieser Stelle nur für die Statistik gut ist.

Am Ende fällt das Endergebnis für den FC Parsdorf vielleicht viel zu bestrafend aus, was aber nicht auf die großen technischen Unterschiede der einzelnen Spieler zurück zu führen ist, sondern daran lag, dass der SV Dornach als gesamte Mannschaft sehr gut organisiert ins Spiel gekommen ist. Elf Tore von sechs unterschiedlichen Spielern zeigen, wie gut die Kinder nun zusammen spielen, und welches Durchsetzungsvermögen von den einzelnen Spielern entwickelt wurde: das kann man nur begrüßen. Weiter so, Jungs!